Institut für
Bildgebende DIAGNOSTIK
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Brustkrebs ist eine häufige Erkrankung: Jede achte Frau ist im Laufe ihres Lebens betroffen. Regelmäßige Früherkennung kann Leben retten - früh erkannt ist eine Brustkrebserkrankung heute mit relativ schonenden Behandlungen heilbar.
Zur Brustkrebsfrüherkennung werden regelmäßige jährliche Mammographien ab dem 40. Lebensjahr empfohlen (bei Hochrisikopatientinnen früher).
Brustkrebsvorsorge mit Kernspintomographie: Besser und weniger belastend
Viele Brustkrebsexperten bevorzugen die MR-Mammographie, die Brustkrebsherde früher und zuverlässiger nachweisen kann als die Röntgen-Mammographie. Die MR-Mammographie bildet die Brust dreidimensional ab, mit überlegenem Weichteilkontrast, ohne Röntgenstrahlen und Kompression.
Während mit der herkömmlichen Röntgen-Mammographie je nach Dichte des Brustgewebes nur 20 bis 80% aller Brustkrebsherde entdeckt werden können, weist die MRT-Mammographie 80 bis 90 % aller Krebsherde nach - unabhängig von der Struktur des Brustgewebes.
Auch können mit der MR-Mammographie die häufigen "falsch positiven" Befunde der Röntgen-Mammographie reduziert werden: dies sind meist Herde mit Mikroverkalkungen oder Überlagerungen, die verdächtig erscheinen und deshalb eine Gewebeentnahme nach sich ziehen, sich aber letztendlich als gutartig herausstellen.
Aus den jüngsten Studien geht hervor, dass die MR-Mammographie Brustkrebs nicht nur sicherer nachweisen kann als die Röntgen-Mammographie, sondern auch früher. Auch der gutartige Vorläufer des invasiven Karzinoms kann mit der MR-Mammographie bereits nachgewiesen werden – im Gegensatz zur Röntgen-Mammographie, die primär geeignet ist, bereits invasive Karzinome nachzuweisen.
Rechtzeitig erkannt ist Brustkrebs heilbar - die MR-Mammographie stellt somit das wichtigste Diagnoseverfahren in der Brustkrebs-Früherkennung dar.
Wann ist eine MR-Mammographie indiziert?
Die MR-Mammographie kann die bisher eingesetzte Röntgen-Mammographie in fast allen Fällen ersetzen. Nur bei Frauen mit Herzschrittmachern oder anderen empfindlichen medizinischen Implantaten kann die Durchführung einer MR-Mammographie unter Umständen nicht möglich sein.
Indikationen zur MR-Mammographie:
Generell kann man sagen, dass die MR-Mammographie für jede Frau eine zuverlässige Methode zur Früherkennung von Brustkrebs ist.Dies schließt Frauen mit familiärer Belastung genauso ein wie Frauen, die Wert auf eine optimierte Gesundheitsvorsorge legen.
Eine Biopsie ist oft nicht erforderlich
Suspekte Befundein der Röntgen-Mammographie werden oft mittels Stanzbiopsie und weiter abgeklärt. Diese Biopsie kann durch die nicht-invasive Technik der MR-Mammographie in vielen Fällen ersetzt werden. Hier können unterschiedliche Brustgewebe besser differenziert werden als durch Ultraschall oder durch dieRöntgen-Mammographie.
Bösartige Veränderungen in der Brust unterscheiden sich von gutartigen typischerweise durch ihre Kontrastmitteldynamik: Sie nehmen das während der MR-Mammographie in eine Armvene gespritzte (nicht iodhaltige, nicht radioaktive) Kontrastmittel rasch auf und geben es frühzeitig ab. Außerdem ist ihre Zelldichte ist höher, und dies kann in der MR-Mammographie in speziellen, sogenannten diffusionsgewichteten Sequenzen nachgewiesen werden.
Vor jeder Therapie: MR-Mammographie zum Nachweis / Ausschluss von Multifokalität
Bei jeder Brustkrebsdiagnose sollte eine MR-Mammographie beider Brüste durchgeführt werden. In 5 bis 10 % aller Fälle finden sich nämlich weitere Karzinomherde (Multifokalität) in der gleichen oder gegenseitigen Brust, die ansonsten übersehen werden. Eine wirksame Therapie setzt die Kenntnis dieser Herde voraus um „Rezidive“ – ein Wiederaufflammen der Krebserkrankung – zu vermeiden.
Anstelle der Röntgenmammographie setzen wir im MRT-Brustzentrum jedoch primär die Kernspin-Mammographie (MR-Mammographie) ein. Die MR-Mammographie ist der Röntgenmammographie in vielen Punkten überlegen:
MR-Mammographie |
Röntgen-Mammographie |
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3D-Abbildung der Brust, kein Informationsverlust durch Überlagerung |
2D Projektionsverfahren, Strukturen werden überlagert abgebildet |
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Sicherer Nachweis von Krebsherden unabhängig von der Struktur der Brust |
Eingeschränkte Sicherheit bei dichtem Brustgewebe |
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Nachweis des gutartigen Vorläufers des Brustkrebs (high-grade DCIS) möglich – mit 100% Heilungschancen |
Primär Nachweis des bereits invasiven Karzinoms |
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Keine Strahlenbelastung |
Belastung mit ionisierenden Röntgenstrahlen, mögliche Tumorinduktion |
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Keine Kompression der Brust |
Kompression notwendig, oft als schmerzfaht empfunden |
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Modernes Verfahren |
Etwa 50 Jahre altes Verfahren |